Vemu Mukun­da

We come from sound, we are the sound, we go back to sound.”

Vemu Mukun­da gilt als Urva­ter und Pio­nier bezüg­lich des Wis­sens um den tona­len Auf­bau des Men­schen auf der Basis des Per­sön­li­chen Grund­tons. Auf­grund sei­ner For­schung und den dar­aus gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen for­mu­lier­te er sein Nada Brah­ma Sys­tem. Die­ses wie­der­um bil­det die Grund­la­ge für die von ihm ent­wi­ckel­te “Nada Brah­ma Tonthe­ra­pie” als Umset­zung des Nada Brah­ma Sys­tems in prak­ti­sche Übun­gen. Ziel die­ser Übungs­ab­läu­fe ist die För­de­rung der Gesund­heit und eine Unter­stüt­zung und Beglei­tung auf dem spi­ri­tu­el­len Pfad der Selbst­er­kennt­nis.

Vemu Mukun­da wur­de am 11. März 1929 in der süd­in­di­schen Stadt Ben­gal­uru gebo­ren und genoss eine brah­ma­ni­sche Aus­bil­dung. In deren Rah­men wur­de er auch in der tra­di­tio­nel­len süd­in­di­schen Musik “Kar­na­ti­ka” unter­rich­tet. Ein Stu­di­um der Nukle­ar­wis­sen­schaft führ­te ihn nach Glas­gow, wo er spä­ter als Atom­in­ge­nieur an der Stra­th­cly­de Uni­ver­si­ty arbei­te­te. Nach eini­gen Jah­ren gab er sei­ne wis­sen­schaft­li­che Kar­rie­re zuguns­ten der Musik auf. Auf sei­ner Vina (süd­in­di­sches Sai­ten­in­stru­ment)  kon­zer­tier­te er in Indi­en und im Wes­ten und arbei­te­te mit bedeu­ten­den Künst­lern wie Mau­rice Béjart, May­nard Fer­gu­son und ande­ren Grö­ßen aus der Musik­sze­ne zusam­men. Er gehör­te zu den ers­ten indi­schen Musi­kern, die die klas­si­sche indi­sche Musik und den Jazz mit­ein­an­der ver­bun­den haben. 

Das Nada Brah­ma Sys­tem ent­steht

Inspi­riert durch die Wir­kung sei­ner Kon­zer­te ver­tief­te sich Vemu Mukun­da in die Weis­heit der indi­schen Schrif­ten (u.a. Vive­ka Chu­da­ma­ni, Gora­sha Sata­kam, San­gi­ta Rat­na­ka­ra) über die Bedeu­tung der Musik für den Men­schen. Er erfuhr die spi­ri­tu­el­le Dimen­si­on der Musik als Weg der Selbst­er­kennt­nis und begrün­de­te in Theo­rie und Pra­xis sein Nada Brah­ma Sys­tem. Die Ent­wick­lung eines Mess­ver­fah­rens zur Grund­ton­be­stim­mung, die Auf­or­mu­lie­rung der Cha­rak­te­ris­tik der 12 Töne und die prak­ti­schen Übun­gen die­ser Tonthe­ra­pie sind sein beson­de­rer Ver­dienst.

Der Leh­rer

 In den 80er und 90er Jah­ren gab Vemu Mukun­da sein Wis­sen an vie­le Men­schen aus den USA, Ita­li­en, den Nie­der­lan­den, Spa­ni­en, der Schweiz, Öster­reich, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Schwe­den und Deutsch­land wei­ter. Deutsch­land ist bis­her das ein­zi­ge Land, in dem sich die von ihm aus­ge­bil­de­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu einer Gesell­schaft zusam­men­ge­schlos­sen haben (Gesell­schaft für Sono­lo­gie nach dem Nada Brah­ma Sys­tem von Vemu Mukun­da e.V). Vemu Mukun­da wur­de als Ehren­mit­glied auf­ge­nom­men. Das Ziel der Gesell­schaft ist es, sein rei­ches Wis­sen zu erhal­ten und zu ver­tie­fen, ent­spre­chend sei­ner Aus­sa­ge:

I only did the first step, you have to con­ti­nue.”

Am 4. Febru­ar 2000 ver­starb Vemu Mukun­da in sei­ner Wahl­hei­mat Lon­don.